Social Presencing Theater

Als wir zu Ende einer Theory U-Weiterbildung unsere geschätzten Kollegin Birgit Sonnbichler von tageins, Büro für Wandel, fragen, was den Social Presencing Theater (SPT) ist, sagte sie in etwa: „Hmmm, es ist nicht so einfach, dass zu erklären, man muss es ausprobieren, um es zu verstehen. Ich kann es nur empfehlen und es ist mit Sicherheit etwas, dass ihr so noch nicht in anderen Weiterbildungen erlebt habt.“
Klingt interessant, dachte sich Isabelle und machte 2019 ihren ersten Workshop bei Arawana Hayashi (siehe Bild), woraufhin weitere folgten.
„Unser Verständnis der Welt und auch unsere Arbeit ist stark von Rationalität geprägt. Das Denken steht im Mittelpunkt und der Wahrnehmung innerer, intuitiver Ressourcen wird kaum Raum gegeben. SPT macht genau diesen Raum auf und ermöglicht uns – teils auch unsichtbare – Dynamiken in Systemen körperlich zu erfahren. Das fasziniert mich“,
so Isabelle. An der Erklärung was SPT ist, ist auch sie immer noch am Feilen.
Klar ist: SPT stärkt die Fähigkeit, das soziale Feld wahrzunehmen, zu erkennen, was es wirklich braucht und in die Zukunft „vorzuspüren“. SPT arbeitet mit dem Körper – und unsere Körper nehmen Informationen auf, bevor sie bewusst gedacht werden. So bereichert SPT kognitive Zugänge und diskursive Methoden um das Intuitive und schafft tiefes System-Verständnis. Wir wissen weiters, dass Veränderung nicht durch „Denken“ entsteht, sondern durch Vergegenwärtigung und Spüren. Transformation braucht daher Inner Work – und dafür ist SPT ein wertvolles Werkzeug.
Estuar erkundet, wie SPT in der Arbeit mit und an Organisationen eingesetzt werden kann. Und weil das Spüren bei uns Menschen eher „untertrainiert“ ist, hat Isabelle in Vorarlberg eine SPT-Praxisgruppe gegründet. Bei Interesse gerne melden!