Wie können wir innovative Impulse in der Bildungslandschaft Vorarlberg setzen?
Eingesetzte Werkzeuge
Österreichs Pflichtschulen befinden sich in einer Phase des Umbruchs: Die gesellschaftlichen Herausforderungen, Digitalisierung, Fachkräftemangel, Inklusion und soziale Gerechtigkeit wirken in die Schulen – einem System, das seit vielen Jahren Gegenstand von Reformüberlegungen ist, aber weitestgehend in einem Zustand feststeckt, der flexibles Agieren sehr schwierig macht. Das löst bei vielen im Schulsystem das Gefühl aus nicht in der Lage zu sein, auf die vielen Herausforderungen passende Antworten zu finden und umsetzen zu können. Gleichzeitig gibt es bereits innovative Ansätze in Schulen, die jedoch eher Prototypen sind und nicht flächendeckend umgesetzt sind.
Die Wirtschaftskammer Vorarlberg, die mit dem Bildungsforum bereits seit 2013 Inspiration und Vernetzung in der Bildungslandschaft Vorarlbergs ermöglicht, möchte innovative Impulse in der Bildungslandschaft der Region setzen, um Wohlbefinden und schulische Leistungen der Schüler:innen zu fördern. Dabei sollen Modelle, Prinzipien und Instrumente der Positiven Psychologie und der modernen Wirkungsforschung in Vorarlberger Pflichtschulen (inkl. Polytechnischen Schulen) und Berufsschulen etabliert und verankert werden.
Kern-Zielgruppe sind die Führungsteams der Schulen, die im Entwickeln einer positiven, konstruktiven und unternehmerischen Grundhaltung an ihrer Schule durch ein Positive Leadership-Programm unterstützt werden. Wirkstätten sorgen für Transfer der Lehrgangsinhalte in den Lehrköper und bis in die Klassenzimmer hinein. Mit Dialogformaten öffnet sich das Projekt über die teilnehmenden Schulen hinaus und ermöglicht Inspiration, Austausch sowie das Mit- und Voneinander-Lernen der verschiedenen und vielfältigen Akteure der gesamten Bildungslandschaft und der Wirtschaft.

Mit der Kooperationspartnerin PH Vorarlberg als die für Schulentwicklung zuständige und seitens des Bildungsministeriums berechtigte Stelle, kann die Initiative WirHochVier mit einem Schulentwicklungsprozess verbunden werden, was die Wirkung beider Prozesse und die Erfolgsaussichten einer gelingenden, nachhaltigen Transformation auf den Ebenen der Schulkultur (Stärken- und Wirkungsorientierung, Resilienz, Kollaboration, lernende Haltung) und Schulorganisation (Nutzung der schulautonomen Freiräume) verstärkt. Die Initiative wird wissenschaftlich begleitet, um die Wirkung zu messen.
Ziel der Projektentwickler:innen ist es, dass sich diese innovative Initiative nachhaltig in Vorarlberg verankert und durch ihre Strahlkraft über das Land hinaus weitere Bildungsinitiativen ermutigt.
Estuar begleitete den Prozess von der groben Idee hin zu einem stimmigen Konzept, das Grundlage für die Umsetzung ist. Parallel begleitete Estuar auch die Bildung einer nachhaltigen Kooperation: Die Wirtschaftskammer Vorarlberg als Initiator:in hat gemeinsam mit der Bildungsdirektion Vorarlberg, der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg sowie der Akademie für Positive Psychologie für WirHochVier-Kräfte und -Kompetenzen gebündelt, um ein ko-kreatives Programm für persönliche und organisationale Entfaltung zu entwickeln.
Als Projektbüro ist Estuar aktuell mit der Umsetzung der Initiative WirHochVier betraut.
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