Wie verbinden wir Daten und Emotionen so, dass bessere Entscheidungen entstehen?

Der data:room ist ein Innovationsprozess, den wir von seiner Stunde 0 an begleiten. Zu Beginn stand der Wunsch von Urs Treuthardt (damals GF von Bodensee Vorarlberg Tourismus) Daten zu sammeln und zu kombinieren um daraus Entscheidungsgrundlagen für Fragen zur Entwicklung des Erlebnisraum zu generieren, die fundierter sind als individuelle Wahrnehmungen im Sinne vor "Ich hab das Gefühl, dass ..." Schnell wurde klar, die Frage ist nicht Entscheidung basierend auf Gefühl oder auf Datengrundlage, sondern vielmehr: Wie gelingt es, beides - Gefühle, Wahrnehmungen, Bewertungen zu einer Frage UND Daten - klug zu kombinieren um zu besseren Entscheidungen zu gelangen.

„Mit Estuar haben wir einen Partner für das Thema „New Work“. Nicht um das Wort zu strapazieren, aber es steht für mich einfach für die zukünftige Haltung, wie wir im Tourismus Zusammenarbeit, Kooperation und Komplexität denken und angehen müssen.“

Urs Treuthardt, Geschäftsführer
occursus
Kundenstimme – Urs Treuthardt, occursus
  • Auftraggeber Bodensee Vorarlberg Tourismus / occursus / Vorarlberg Tourismus
  • Projektlaufzeit 2019 - 2025
  • Branche Tourismus

Urs Treuthardt beauftragte Estuar (bzw. Isabella Natter-Spets‘ vorgängiges Unternehmen Funka) als Innovationsentwicklungspartner und Prozessbegleiter, unser Prozess sah von Anfang an die Einbindung relevanter Stakeholder vor.

Als human-centered-design-Überzeugte brachten wir schon zum ersten Workshop mit den Stadtmarketing-Verantwortlichen eine Idee mit, die zusätzlich zur angedachten Daten-Ebene auch eine Raum-Ebene hatte: einen Raum für Daten und Menschen, in dem sich die beiden quasi kennnenlernen sowie Verständnis und Kontext-Wissen vermittelt wird um gute Entscheidungsgrundlagen zu entwickeln.

Ein physischer „Daten-Raum“ wurde reihum als sinnvoll und attraktiv erachtet: ein Raum, der die Möglichkeit zum Austausch über die Bedeutung und den Kontext der Daten sowie einen Vermittlungsprozess bietet.

So entstand der Titel data:room und das Vorhaben wurde entlang der 3 Ebenen „Daten“, „Raum“ und „Vermittlung“ weiterentwickelt. Die Partner dabei waren Weavs (Daten-Ökosystem entwickeln, Daten aufbereiten und visualisieren), studio s a a l (Raum in Raum-Konzept) und Funka (heute Estuar) für die Vermittlungsebene und das Gesamt-Projektmanagement.

Ein wichtiger Meilenstein war der Proof of concept durch ein intensives Testing mit Menschen verschiedener Expertisen (Tourismusakteur:innen, Datenknowhow-Träger:innen, Politiker:innen, Personen von Unternehmen und Hochschulen, Lebensraumgestaltenden, Nachhaltigkeits-Expert:nnen und weiteren Stakeholdern). Viel Erkenntnis, viel positives bis begeistertes Feedback, viel neue Fragen.
Sowie die Klarheit: Daten sind dann relevant, wenn sie gemeinsam mit den Entscheidungsverantwortlichen besprochen, gedeutet und kontextualisiert werden. Entscheidungen sind dann robust, wenn sie nicht nur „data-driven“ getroffen werden sondern Menschen und Daten einbeziehen. Zu diesen Testing gab es einen kleine Landingpage: https://dataroom.weavs.io/

Es folgten weitere Stationen des data:room in Wien und in der CampusVäre in Dornbirn, parallel dazu die Suche nach einer Trägerschaft, die den nächsten Entwicklungsschritt ermöglicht – unter anderem ein Daten-Ökosystem, das eine substanzielle Investition bedeutet.

Im September 2024 entscheidet sich Urs Treuthardt nach der Gründung seiner Agentur occurus sowohl den Prozess als auch den physischen data:room von seinem ehemaligen Arbeitgeber Bodensee-Vorarlberg Tourismus zu übernehmen und diesen in Eigenregie in der Kammgarn-Fabrik in Hard am Bodensee zu aktivieren. Der data:room ist dabei Raum für gute Dialogkultur, bessere Entscheidungen und echte Lösungen und integraler Bestandteil des Leistungsangebots bei occursus. Data:room-Sessions können hier angefragt werden: https://www.data-room.at/

Gemeinsam mit dem data:room-Projektpartnern weavs und occursus bildet Estuar die Arbeitsgemeinschaft EWO und entwickelt seit Frühjahr 2025 im Rahmen des aws-geförderten Folgeprojekts von Vorarlberg Tourismus „datahub Vorarlberg 2.0 – Innovatives & integratives Datenmanagement für Vorarlberg“ eine weitere Anwendung für datenbasiertes Entscheiden.

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