Wie können wir unseren Strategieprozess öffnen und partizipativ gestalten?

Die Wissenschaftsverbund-Strategie für grenzübergreifende Verbindung von Forschung, Bildung und Praxis.

„Estuar begleitet für den Wissenschaftsverbund seit Jahren Projekt-Teams in der sektorenübergreifenden Zusammarbeit. Dabei ist es immer ganz besonders beeindruckend wie Isabelle und Isabella mit ihrer ebenso professionellen wie lockeren Art in Kürze eine Verbindung schaffen, die gemeinsames Arbeiten auf Augenhöhe ermöglicht. Diese Wirkung zeigt sich sowohl direkt im Workshop als auch in der langfristigen Kollaboration der Teams.“

Alexandra Hassler, Stv. Geschäftsführung, Leitung Programme und Förderbereich
Wissenschaftsverbund Vierländerregion Bodensee
Kundenstimme – Alexandra Hassler, Wissenschaftsverbund Vierländerregion Bodensee

Die Aufgabe war es gemeinsam mit dem Team des Wissenschaftsverbund Vierländerregion Bodensee (W4) den Prozess zur Entwicklung der Strategie 2026 bis 2029 zu gestalten.

Die Anforderungen an den Strategie-Prozess waren:

    • Iterative Strategie-Entwicklung in Phasen aufgeteilt, um sich dem Ziel schrittweise anzunähern
    • Der Strategieprozess sollte sich öffnen und partizipativer sein
    • Sicherstellen, dass die W4-Strategie mit jenen der W4-Mitglieder und Förderer zusammenspielt (wie z.B. Internationale Bodensee-Konferenz, Interreg VI Alpenrhein-Bodensee)
    • Die Strategie sollte auf Vision, Mission und Prinzipien des W4 aufbauen

Im ersten Schritt ging es darum, die vorhandenen Wissens- und Inhaltsressourcen zu durchleuchten und auf relevante Inhalte hin zu prüfen. Neben explizitem Wissen galt es dabei auch das reiche implizite Wissen zu berücksichtigen und aufzudecken,

  • wo es blinde Flecken gibt
  • wo Inhalte nicht zusammenpassen,
  • konträr zueinander sind und Spannungsfelder erzeugen,

sich mit Fragen der Anschlussfähigkeit und Beteiligung zu beschäftigen sowie kritisch zu reflektieren, welche Haltungen und Prinzipien hinter den Inhalten stehen.

Auf Basis dieser Inventur und Analyse wurde im ko-kreativen Prozess eine „Strategieblume“ entwickelt, die das Zusammenspiel der strategischen Ebenen verdeutlicht und verständlich macht, wie Vision, Mission, Grundprinzipien, Arbeitsfelder, strategische Ziele und Maßnahmen zusammenspielen und welche Wirkungen erzielt werden sollen. Gemeinsam mit dem W4 wurde ein partizipativer Strategie-Prozess entwickelt.

In einem Stakeholder-Workshop wurden zentrale Entwicklungen & Herausforderungen gesammelt und ein Review der vorangegangen Strategie-Entwicklung gemacht, um daraus für den neuen Prozess zu lernen. Der Einsatz von Art of Hosting-Methoden schuf einen offenen Raum, der für Austausch und Ko-Kreation und gute Verbindungen sorgte.

Isabella Natter-Spets und Isabelle Goller begleiten den Wissenschaftsverbund seit einigen Jahren. Dabei moderieren sie Projektentwicklungs- und Verstetigungsworkshops, die Wissenschaftler:innen und Praktiker:innen zusammenbringen, machen Sparring Sessions für die Projekte und entwickeln lebendige Formate wie das Sommerfest des Wissenschaftsverbundes, welches kollaborative Projektarbeit und gute Vernetzung zusammenführte.

© Angela Lamprecht