Wie gelingen intensive Gespräche zu unseren Markenwerten – für und mit der Region?
„Die "Bankgespräche" haben deutlich gemacht, dass das Streben nach einem gelingenden Leben und einem echten Miteinander von großer Bedeutung ist. Wir sind dankbar, in diesem Rahmen neue Ideen, Potenziale und Persönlichkeiten kennengelernt zu haben, die unsere Region bereichern und stärken. Durch die einfühlsame und professionelle Begleitung von Isabella Natter-Spets und Daniela Egger entstand Mut, auch unkonventionelle Themen anzusprechen, die nicht im klassischen Portfolio einer Bank stehen. Genau dort entstehen oft die wertvollsten Impulse für gemeinsames Weiterdenken und Handeln.“
„Die von Isabella Natter-Spets und Daniela Egger begleiteten Bankgespräche haben eine intensive und gleichzeitig leicht zugängliche Auseinandersetzung mit der Frage ermöglicht, was ein gelingendes Leben ausmacht – für die Mitarbeitenden und Kund:innen der Bank und für Partner:innen in der Region. Beeindruckt hat mich, wie aus anfänglicher Zurückhaltung im Laufe des Gesprächsformats echtes Interesse und Offenheit entstanden ist. Das zeigt: Wenn wir Räume für echtes Zuhören schaffen, entsteht Vertrauen – und neue Perspektiven. Das ist die Grundlage, um verantwortungsvolle Entscheidungen treffen zu können. “
Eingesetzte Werkzeuge
Isabella Natter-Spets konzipierte gemeinsam mit der Literaturschaffenden Daniela Egger dafür das Format, die Fragen und den Lern-Prozess. Die beiden organisierten gemeinsam mit den Team der Bank die Veransaltungen, moderierten sie und verdichteten die Ergebnisse zu Erkenntnissen für die Bank und den Beirat.
Dem Vorstand und Beirat schlugen Isabella und Daniela für die Bankengespräche eine Sonder-Rolle vor: das Service zu übernehmen und die Speakdating-Teilnehmenden mit Getränken, Snacks und bei Bedarf mit weiteren Gesprächseinstiegen und Fragen zu versorgen. Schön, dass dazu nicht nur unmittelbare Bereitschaft gegeben war sondern auch merklich viel Freude beim Tun.
Die erste Phase der Tischgespräche war den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der 14 Bankstellen gewidmet, die während der Pandemie zusammengelegt worden waren. Durch die nachfolgenden Lockdowns war es schwierig gewesen, neue Kolleginnen und Kollegen kennenzulernen – und weil das große WIR, das die Raiffeisenbank Monfort nach außen kommuniziert, auch nach innen gelebt werden soll, lag der Fokus der 1. Tischgespräche beim Team. In den Gesprächen erkundeten die Mitarbeiter:innen Ingredienzien für ein gelingendes Leben – mittels Fragen wie etwa: Welche Entscheidungen haben Mut erfordert, an welchen Aufgaben bin ich gewachsen, was brauche ich für ein gelingendes Leben?“ Das sind sehr persönliche Ansätze für ein Gespräch mit Arbeitskollegen und -Kolleginnen, die man kaum oder gar nicht kennt. Wenn dabei der Chef Kaffee und Fragen serviert und man an einer langen Tischreihe in einem stillgelegten Hallenbad sitzt, fördert es den intensiven Austausch – die Rückmeldungen der Bankmitarbeitenden im Nachklang waren entsprechend begeistert.
Selbe Location, selbe Aufgabe, nur dass an diesem Nachmittag die Mitarbeitenden der Bank ihren Kund:innen gegenübersaßen. Das Fragenmenü bot Gesprächseinladungen zum WIR und dem Mut in der Gesellschaft, viele der teilnehmenden Kund:innen gehören mit ihren Unternehmen und Initiativen zu den wichtigen Akteur:innen der Region. Diesmal waren zunächst auch durchaus skeptische Gesichter zu sehen, die sich im Lauf des Nachmittags in Offenheit und Interesse verwandelten. Die Gesprächspartner:innen zeigten sich voneinander beeindruckt, die Freude über dieses ungewöhnliche Gesprächsformat und die Bank als Gastgeberin war groß. „Ich bin bei der richtigen Bank!“, so lautete der Tenor von Kundenseite.
Nach der Aufbereitung der Ergebnisse aus den vergangenen Gesprächen fand im September 2023 das dritte und letzte der intensiven Gesprächssetting statt, diesmal mit sorgfältig ausgewählten Menschen aus der Region, die in ihrem beruflichen Tun längst zum gelingenden Leben beitragen. Zum ersten Mal saßen auch Vertreter aus dem Beirat an den Tischen, um mit Kulturschaffenden, Kuratoren, einem Nachhaltigkeitsexperten, Stadtraumentwickler, Historiker, Jugendprojektleiterinnen, dem Dompfarrer und mit Unternehmer:innen ins Gespräch zu kommen. „Was brauchen große Ideen? Wie entstehen starke Partnerschaften? Wofür lohnt es sich Zeit, Energie und Mut zu investieren?“ so lauteten einige der Fragen, die sehr vielseitig und auch ganz konkret beantwortet wurden.
- Für die Teilnehmer:innen waren die Bankengespräche inspirierende Nachmittage mit intensiven Gesprächen, neuen Bekanntschaften und der Möglichkeit Bekannte neu kennenzulernen.
- Für die Bank waren die Nachmittage wertvolle Möglichkeiten, Mitarbeiter:innen, Kunden und gesellschaftlichen Akteur:innen zu beweisen, dass sie ihre Kommunikationsinhalte „Gelingendes Leben, Mut, Möglich machen, Miteinander“ ernst nehmen und sich aktiv für das gelingende Leben in der Region einbringen.
- Für den neu gegründeten Beirat waren die Speakdatings eine Recherche-Möglichkeit zur Frage, welche möglichen Rollen sich die Bank-Mitarbeiter:innen, -Kund:innen und die gesellschaftlichen Akteur:innen sich von der Bank und ihrem Beirat wünschen.
Jeder Nachmittag endete mit einem angeleiteten Sammeln der Gedanken, Ideen, Anregungungen und Erkenntnisse, welche die Gesprächspartner:innen mit der Bank teilen wollten. Nach der Durchführung der 3 Veranstaltungen und insgesamt 396 Gesprächen, verdichteten die Prozessbegleiter:innen die Rückmeldungen und leiteten mögliche Rollen für die Bank und darauf basierenden Maßnahmen ab sowie Themen, die vielen Gesprächsteilnehmer:innen wichtig sind – etwa leistbares Wohnen, positive Perspektiven für die Jugend stärken, nachhaltige Landwirtschaft, belebte Ortskerne, Förderung von Kultur und zivilgesell. Engagement u.a.m.. In einem darauf folgenden Workshop mit Beirat und Vorstand der Bank beschäftigten sich diese intensiv mit dem Ergebnis und entschieden sich für Rollen und Maßnahmen, die gewünschte und wirkungsvolle Impulse für das gelingende Leben in der Region stiften.
Als ein erstes Ergebnis entstand eine Zusammenarbeit mit der Stadt Feldkirch. Als Partner von „Erbe & Vision“ unterstützt und begleitet die Raiffeisenbank Montfort den wegweisenden Diskurs wichtiger Themen der Menschen in der Region.